Steinkohle, eine interessante Geschichte

Der Steinkohlenbergbau spielt in der Geschichte Limburgs eine wichtige Rolle. In Beringen ist die Geschichte des Bergbaus noch immer präsent: die frühere Zeche ist fast vollständig erhalten und stellt für die Industriearchäologie ein wahrhaftiges Prachtexemplar dar. Die umliegenden Gartenviertel haben ihren eigentümlichen Charme größtenteils bewahrt und die ehemaligen Abraumhalden laden nunmehr zum Spazierengehen ein. Auf der Zeche von Beringen wurde 1986 ein Bergbaumuseum eröffnet, das ein abwechslungsreiches Programm sowohl für Einzelbesucher als auch für Gruppen und Schulen bereithält.

Geschichte des Bergbaus
1901 wurde in Kempen die erste Steinkohle zu Tage gefördert. Nach langer Anlaufphase führte diese Entdeckung schließlich zur Errichtung von 7 Steinkohleminen: Winterslag, Beringen, Eisden, Waterschei, Zwartberg, Zolder und Houthalen. Die Kohleproduktion erreichte nach dem Zweiten Weltkrieg ihren Höhepunkt und trug maßgeblich zur wirtschaftlichen Entwicklung von Belgien bei. Ende der fünfziger Jahre bekam die Steinkohle zunehmend die Konkurrenz günstigerer Energieträger zu spüren. Um die Verluste zu begrenzen, fusionierten 1967 verschiedene Minen und schlossen sich zur ‚NV Kempische Steenkoolmijnen’ zusammen. Dennoch waren Zechenschließungen letztlich nicht zu vermeiden. Die letzte Limburger Steinkohle wurde am 30. September 1992 in Zolder gefördert. Heute sind die Spuren der Bergbaugeschichte in Beringen noch immer zu sehen, sowohl im Bergbaumuseum als auch in der einzigartigen Umgebung der Beringer Zeche.

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